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20. August 2020
DSC 0029Um halb sechs stehe ich in der Nähe des Aussichtspunktes und genieße die absolute Ruhe und das Lichterspiel des aufziehenden Tages. Die Wolkenlücke am Horizont lässt die Sonnenstrahlen hindurch und ähnelt einem weit entfernten Feuer. Dank Fön aus den Alpen ist es sehr warm und so setzte ich mich mit den beiden Wölfchen Aiyana und Banu nieder und lasse die Zeit verstreichen während ich das in der Ferne gezeigte Farbendrama auf mich wirken lasse.


Da hat sich das frühe Aufstehen doch wirklich gelohnt. Ich sitze in Begleitung meiner Fellnase eine viertel Stunde auf dem Kiesweg und bestaune den immer farbiger werdenden Wolkenhimmel.


DSC 0069Den Höhepunkt bildet dann der brennende Hintergrund der mit seinem roten Feuerschein fast den gesamten Wolkenhimmel bis zu uns in leuchtendes rot taucht. Allzu viel Geduld müssen die Vierbeiner jedoch nicht aufbringen denn dieser Moment ist sehr flüchtig und ein paar Minuten später steigt der strahlenden Stern über die dunkle Berglinie empor. Wir ziehen also weiter und auf Höhe des ...


DSC 0107… Skywalks steht der Holzzaun in unnatürlichem rosa da. Manchmal muss man den Blick in einen andere Richtung wenden um die schönen Dinge zu sehen. An diesen Satz denke ich als ich das blassrote Band entlang unseres Wege bestaune. Als hätte uns da jemand einen leuchtenden Wegweiser hingestellt.


DSC 0113Und auch Banu starrt, zusammen mit Aiyana und mir, in Richtung Sonnenaufgang, sie scheint den Moment auf ähnliche Weise wie die Menschen zu genießen. Als das Farbenspektakel vorbei ist bewegen wir uns weiter auf unserer frühen Gassirunde. Wir ziehen in weitem Bogen hinab ins Tal um uns dann durch den Wald wieder zum Ausgangspunkt zu bewegen.


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"Der frühe Vogel fängt den Wurm" - heißt es doch so treffend. Diesen Satz habe ich im Kopf als ich morgens um fünf Uhr aus dem Haus gehe und in Begleitung der drei Wölfchen diesen schönen und sehr flüchtigen Moment erleben darf. Schon ein paar Minuten später geht die Sonne auf und wir gehen einem neuen, heißen Tag entgegen.

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5. August 2020
DSC 0003Der erste Teil des Aufstieges führt uns vom Parkplatz entlang des steilen Abhanges gemächlich die ersten hundert Meter in die Höhe. Auf unbekannten Wegen erwandern wir heute das Imberger Horn. Wir, das sind heute Mama Banu, Aiyana und ich. Abeni hat Ruhepause da sie sich zuletzt einen Vorderlauf beim Inliner fahren überanstrengt hat und etwas humpelt. Es ist noch früh am Morgen und die Temperaturen mit etwa 8° noch recht frisch. Während der Anfahrt waren die Täler von dichten Nebelschwaden geflutet und der Anblick hatte etwas herbstliches an sich. Jetzt marschieren wir ganz alleine und lassen den Lärm der Straße hinter uns. Nur das Rauschen der Ostrach verfolgt uns noch ein ganzes Weilchen bis wir schließlich ...


DSC 0007… einen ersten Aussichtspunkt erreichen.Die kleine Schulter im Gelände gibt den Blick in das Hintersteiner Tal frei. In der morgendlichen Stimmung sieht das besonders reizvoll aus und der seitlich abzweigende Pfad lädt mich zu einem Abstecher ein. Dafür ist heute jedoch keine Zeit denn unser Ziel liegt noch weit über uns. Für‘s nächste Mal werde ich mir diese Stelle aber vormerken. Wir marschieren also weiter, die Wölfchen an loser Leine, und mit jedem Schritt stellt sich die wohl bekannte Ruhe ein die uns in den Bergen schon so oft begleitet hat. Das wird sich aber sicher noch ändern denn unser nächstes Etappenziel ist die ...


… Hornalpe. Auf diesem Hochplateau steht nicht nur die Alphütte und diverse Rindviecher, die uns bis auf eine Ausnahme aber ignorieren, sondern auch die Bergstation der Hornbahn. Da wir recht früh dran sind, die Bahn läuft gerade erst an, gibt es noch kein Gedränge an der Wirtschaft und wir ziehen ruhig daran vorbei, dem Gipfel entgegen.



DSC 0038Kurz darauf wird es dann richtig anstrengend als wir die folgende, steile Wand des Gipfels erklimmen müssen. Aiyana macht zwei Sätze und ist schon ein ganze Stück über mir. Banu und ich folgen ihr Schritt für Schritt nach und ich muss den jungen Springinsfeld ab und an etwas bremsen. Der schmale Pfad schlängelt sich in kurzen Windungen zügig hinauf und wir müssen des öfteren eine kleine Verschnaufpause einlegen. Doch selbst unsere ältere Dame Banu zeigt sich immer noch fit genug die „Strapazen“ zu meistern. Da der Hang in Schatten gehüllt ist sind die Temperaturen noch kein Problem und ich ziehe mir sogar eine leichte Jacke über.


DSC 0052Auf dem letzten Teilstück führt uns dieser schmale Pfad nun deutlich entspannter bis zum steilen Anstieg direkt vor dem Gipfelkreuz. Und immer noch sind wir gänzlich alleine unterwegs, wenn auch hinter uns in etwas Entfernung Stimmen zu hören sind. Da uns ab hier die Sonne auf den Rücken scheint lege ich erst mal etwas Kleidung ab. Und so spazieren wir jetzt gemütlich Stück für Stück die Bergflanke entlang bis wir schließlich ...



DSC 0060… den Gipfel des Imberger Horns erreicht haben. Hier oben ist nicht viel Platz und ich entschließe mich nur ein paar Bilder zu machen und dann wieder auf die etwas tiefer liegende Ebene zurück zu gehen. Wenn die schon vernommenen Wanderer ankommen würde es hier oben recht voll werden und da das Horn von sehr steil abfallenden, felsigen Wänden begrenzt ist fehlte den Wölfchen eine Ausweichmöglichkeit. Also flux die Kamera genommen und noch ...


… ein schönes Panoramabild von den südlich liegenden Gipfeln festgehalten. Unter anderem sind die von uns schon „bezwungenen“ Gipfel Sonnenkopf, Rotspitze bis zum Nebelhorn auszumachen. Dann steigen wir wieder hinunter um uns die auf der Wiesenfläche einer gemütlichen Mittagspause hinzugeben.



DSC 0148Nach der erholsamen Mittagspause beginnen wir dann den Abstieg der uns leider an den jetzt doch recht zahlreichen Wanderern vorbei wieder nach unten führt. Ich frage mich noch wie alle, die jetzt nach oben wollen, dort noch genug Platz finden und bin froh dass wir doch recht zeitig schon dort oben waren. Durch schattige, kühle Waldflächen lassen wir uns der Schwerkraft folgend wieder hinab ins Tal ziehen. Nicht jedoch ohne uns noch die eine oder andere, kleine Pause zu gönnen. Zeit haben wir genug und es gibt keinen Grund dem Wunsch der Vierbeiner nach Gemütlichkeit nicht nachzukommen. Jeder zweite Busch muss noch ausgiebig beschnüffelt werden und an den, nach den letzten regnerischen Tagen, zahlreichen Bachläufen muss das eine oder andere Schlückchen verkostet werden.


DSC 0171Am Ende unserer Tour wieder am Parkplatz angekommen ziehe ich mir die Wanderschuhe aus und bade meine Füße in der eiskalten Ostrach. Während Banu und Aiyana ein Nickerchen einlegen mache ich noch ein paar Bilder für die Galerie und genieße das kühle Nass zwischen meine Zehen. Auch dieses Fleckchen ist wohl ein guter Ausgangspunkt für so manch schönen Wandertag und auf der Heimfahrt denke ich nochmals über den schmalen Pfad am Anfang unserer Tour nach. Ich muss unbedingt in der Karte nachschauen ob uns dieser zu neuen Abenteuern führen könnte.


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